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Malteser Singen

Großübung auf dem Hohentwiel

31.03.2012

Um 16:55 Uhr ging am 30.03.2012 der Notruf in der Leitstelle Radolfzell ein:

Ein Erdbeben hatte den Hegau mit einer Stärke von 5,3 (Richterskala) erschüttert und hatte die Burgruine auf dem Hohentwiel teilweise zum Einsturz gebracht. Der restliche Hegau hatte keine weiteren nennenswerten Schäden davongetragen, allerdings hatte das Erdbeben zahlreiche Verletzte gefordert. Durch den Einsturz der Burgruine wurden 14 Personen verschüttet, verletzt oder sind abgestürzt.

Dieses Szenario ist zwar denkbar, war aber zum Glück nur ein ausgedachtes Szenario. Die Malteser aus Singen haben am Abend des 30.03.2012 eine Großübung unter dem Namen "Amadeus2012" veranstaltet! Die Übung fand mit dem THW, der Feuerwehr und der SEG Singen II (Malteser Hilfsdienst und der Johanniter Unfall Hilfe) statt. Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte im Einsatz.

Besondere Übungsziele waren zum einen die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Hilfsorganisationen und zum anderen die Bewältigung des logistischen Problems auf dem Hohentwiel, da die Burgruine nur eine Zufahrtsmöglichkeit hat und diese für den Großteil der Einsatzfahrzeuge nicht befahrbar ist.

Laut Übungsleiter Karl Knipper von den Maltesern war diese Übung zusammenfassend gesagt eine sehr gelungene Übung. Die Übungsziele wurden erfüllt. Besonders erfolgreich war die Erstsichtung des Rettungsdienstes der Malteser, der zeitgleich mit der Feuerwehr um 17:00 Uhr von der Leitstelle zur Lageerkundung auf den Hohentwiel  alarmiert wurde. Die Mannschaft des nachgestellten Notarztwagens konnte sofort die Lokalisation und die korrekte Anzahl der Patienten feststellen und somit die SEG Singen II, die bei einer größeren Anzahl an Patienten alarmiert wird, das THW und die Höhenrettung der Feuerwehr nachalarmieren.

Während der Übung wurden alle Patienten gerettet und abtransportiert. Um die Patienten besser versorgen zu können, wurde ein Behandlungsplatz, der aus einem Großraumzelt mit Heizung bestand, auf dem Parkplatz unterhalb der Burgruine am Restaurant aufgebaut. Insgesamt wurden fünf Schwerstverletzte in Lebensgefahr, drei Schwerverletzte ohne akute Lebensgefahr und sechs Leichtverletzte behandelt.

Auch die regionale Presse hat unsere Übung verfolgt! Die folgenden Links führen Sie zu Videos, Bildergalerien oder Zeitungsartikel, die wir Ihnen sehr empfehlen:

Unsere eigene Bildergalerie finden Sie hier!

 

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